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20
Jahre SMC "Albatros" Ellerau e.V.
Der
SMC "Albatros" Ellerau e.V. bedankt sich recht herzlich für die
vielen Glückwünsche und Geschenke.
Rede
der 1. Vorsitzenden, Maike Westphal, zum 20-jährigen Bestehen des SMC
Albatros Ellerau e.V.
Sehr
geehrter Herr Bürgervorsteher Exler,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Thormählen,
liebe Clubmitglieder
sehr geehrte Damen und Herren
ich
begrüße sie zu unserem heutigen kleinen Empfang anlässlich des 20-jährigen
Bestehens des Schiffsmodellbau-Clubs Albatros Ellerau e.V.
Besonders
begrüßen möchte ich an dieser Stelle:
-
Herrn
Schmelow, Ehrenbürgermeister der Gemeinde Ellerau
-
Herrn
Mottschall und Frau aus Hamburg,
mehrfacher Deutscher-, Europa- und Weltmeister im Schiffsmodellbau
-
Den
Vorstand des Vereins WIR für ELLERAU e.V., Herrn Dose und Frau
Ziegler
-
Herrn
Wehner, vom Bürgerverein Ellerau
-
und
die Presse
Am
7. Januar 1984, also vor 20 Jahren, wurde der SMC Albatros, der bis dahin
eine Bastelgruppe der VHS war, gegründet. Initiator war der seinerzeit in
Ellerau, in der Dorfstraße wohnende Adolf Bott, der bereits in den Jahren
davor Kinder an den Schiffsmodellbau heranzuführen versuchte.
Gebastelt
wurde im Verborgenen, in einem fensterlosen Raum, links neben der Bühne
des Saales im Bürgerhaus. Bereits im Gründungsjahr stand also ein von
der Gemeinde kostenlos bereitgestellter Bastelraum zur Verfügung, was
durchaus nicht als selbstverständlich angesehen werden kann.
Zu
dieser Zeit wusste kaum jemand in Ellerau, das ein derartiger Verein überhaupt
existent war. Der Verein hatte Anfangs 12 Mitglieder, 2 Erwachsene (Adolf
Bott und Roland Schröter) sowie 10 Jugendliche. Neue Mitglieder wurden
durch Mund zu - Mund Propaganda im Bekanntenkreis gewonnen.
Am
06.06.1986 erfolgte die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht
Norderstedt. Ziel und Zweck unseres Vereins ist die Förderung der
Jugendpflege das Heranführen von Jugendlichen an den
Schiffsmodellbau.
Bei
der Erstellung der notwenigen Satzung war damals Herr Mottschall vom SMC
Hamburg maßgebend beteiligt. Hierfür nochmals herzlichen Dank.
Der
Verein fing an für sich Werbung zu machen. Man ging an die Presse, führte
Schaufahren durch und gab Bastelkurse bei der Volkshochschule. Bedingt
dadurch stieg die Mitgliederzahl des Vereines rasant an.
Folge:
Der Bastelraum wurde zu klein. Mit dem damaligen Bürgermeister Emil
Schmelow wurde nach einer Lösung gesucht. Nach Umbaumaßnahmen am Bürgerhaus,
bekam der SMC Albatros 1988 seine neuen Bastelräume zwischen der Töpferei
und dem VHS-Raum, mit Blick auf den Højerweg. Dadurch konnten Spaziergänger
einen Blick in den Bastelraum werfen, was dazu führte, dass die
Mitgliederzahl weiter anstieg. In den letzten 10 Jahren hatte der Verein
immer zwischen 60 und 70 Mitgliedern.
In
der Folgezeit wurde unser Verein vom Kreisjugendamt in Bad Segeberg als
jugendfördernd anerkannt. Nach einem 2-jährigen Kampf mit dem Finanzamt
in Kiel (heute Segeberg) und kleineren Änderungen in der Satzung wurde
der SMC Albatros auch als gemeinnützig anerkannt (nach meinem
Kenntnistand übrigens der einzige Schiffsmodellbau-Club in
Norddeutschland, der noch als gemeinnützig anerkannt ist). Um diesen
Status halten zu können, muss der Vorstand in Abständen von drei Jahren,
dem Finanzamt gegenüber Rechenschaft ablegen.
Die
Jugendarbeit ist heute immer noch der wichtigste Aspekt in der
Vereinsarbeit. An vier Tagen in der Woche werden Jugendliche bei ihren
Arbeiten im Bastelraum beaufsichtigt, angeleitet und behutsam an das Hobby
Schiffsmodellbau herangeführt. Die Betreuung wird von insgesamt 9
Erwachsenen durchgeführt, die diese Tätigkeit ehrenamtlich durchführen
und keine Übungsleiterzuschüsse erhalten.
Hierfür
an dieser Stelle meinen herzlichsten Dank.
Neben
den Jugendlichen, die dem Verein angehören, wurden auch immer wieder
Kinder und Jugendliche in der freien Jugendarbeit betreut.
In
den zurückliegenden Jahren haben ca. 250 Kinder und Jugendliche in
unserem Verein das Hobby kennen und auch schätzen gelernt. Einige von
Ihnen sind noch heute als Erwachsene dem Verein verbunden.
All
das ist aber nur möglich, weil die Gemeinde Ellerau durch die zur Verfügung
gestellten Räumlichkeiten, die Grundlagen geschaffen hat.
In
den vergangen 20 Jahren hat die Gemeinde immer ein offenes Ohr für die
Sorgen und Nöte des Vereins gehabt und ihn unterstützt, wenn es nötig
und von der wirtschaftlichen Lage her auch möglich war.
Hier
denke ich vor allem an den Steg der Ellerauer Teichanlagen und an die großzügige
Unterstützung bei der Einrichtung der heutigen Bastelräume sowie der
durchgeführten Ausstellungen.
Nicht
zu vergessen sind die Zuschüsse der Gemeinde zu unserer Jugendarbeit, auf
die wir aber auch schon mal verzichten, wenn es die Kassenlage erlaubt.
Herr
Exler, Herr Thormählen - an dieser Stelle den allerherzlichsten Dank für
20 Jahre Unterstützung durch die Gemeinde Ellerau.
An
dieser Stelle möchte ich auch noch mal dem Mann meinen herzlichsten Dank
aussprechen, der über 14 Jahre als 1. Vorsitzender des SMC Albatros
Ellerau e.V., viel für den Verein getan hat. Der immer noch viel Zeit, im
Verborgenen, durch sein Know-how in Sachen Homepage Erstellung, für den
Verein aufbringt.
Durch
seine Hartnäckigkeit und den vielen Gesprächen, die er mit der Gemeinde
und dem Bürgermeister führte, kam es überhaupt dazu, das die Gemeinde
Ellerau von uns als Verein Notiz nahm. Ohne seine Hartnäckigkeit und
seine Ideen, immer zum Besten für den Verein, hätten wir den neuen
Bastelraum, und den Bootssteg nicht erhalten.
In
den Jahren 1990, 1994 und 2000 wurden große Ausstellungen organisiert,
mit Harald Sies als Initiator, die den Verein und auch unseren Ort weit über
die Grenzen hinaus bekannt gemacht haben. Auf den letzten beiden
Ausstellungen wurden dem Publikum unter Mitwirkung vieler Vereine und
Privatpersonen jeweils über 650 Schiffsmodelle präsentiert.
Harald,
deshalb an dieser Stelle den allerherzlichsten Dank. Ohne Dich stände der
Verein im Ansehen nicht da wo er jetzt steht.
Bedanken
möchte ich mich auch bei den besseren Hälften unserer Clubmitglieder,
die uns immer wieder hilfreich zur Hand gehen und bei öffentlichen
Veranstaltungen unterstützen, ich denke da insbesondere an unsere
Ausstellungen und an die Familienfrühschoppen.
Zum
Schluss möchte ich nun zu denjenigen kommen, die vom Gründungsjahr an
dabei sind. Anfangs erwähnte ich, dass der Verein aus 12 Mitgliedern
bestand. 20 Jahre sind eine sehr lange Zeit und deshalb freut es mich umso
mehr, 5 Mitgliedern heute eine Urkunde überreichen zu dürfen, die seit
nun mehr 20 Jahren Vereinsmitglied sind.
1.
Als erstes möchte ich Jörg Klug die Urkunde überreichen, der als
einziges Mitglied aus der Gründungszeit immer noch aktiv ist. Er fing als
fasst 12 Jähriger an zu basteln. Als Jugendlicher und Erwachsener engagierte und
engagiert er sich immer noch sehr in unserem Verein. Er
wurde 1991 Fachgruppenleiter und ist seit 2001 unser Schriftführer.
Herzlichen Glückwunsch Jörg.
Herrn Adolf Bott, der sich als passives Ehrenmitglied immer noch für alle
Vereinsaktivitäten interessiert. Der als Initiator den Verein gegründet
und den Grundstein für die Jugendarbeit gelegt hat. Leider kann Herr Bott
die Urkunde nicht persönlich in Empfang nehmen, da er mittlerweile
verzogen ist. Die Urkunde wird ihm zugeschickt. Herzlichen Glückwunsch
2.
Als 3-ten möchte ich Robert Klug die Urkunde überreichen.
Ebenfalls wie sein Zwillingsbruder war er lange Zeit bei uns im Verein
aktiv und engagierte sich viel. Beruflich zog es ihn dann vor paar Jahren
nach Amerika, von wo aus er immer noch, als förderndes Mitglied, regen
Anteil am Vereinsleben nimmt. Gerne ist er bei unseren Kanutouren dabei
und fasst immer schafft er es auch, an dem Jahresabschlussessen
teilzunehmen. Leider kann er nicht persönlich die Urkunde in Empfang
nehmen und deshalb bitte ich noch mal stellvertretend Jörg,
die Urkunde für seinen Bruder entgegenzunehmen. Herzlichen Glückwunsch
Zum Schluss folgt Carsten Lebang, der ebenfalls aus beruflichen Gründen
aus Ellerau wegzog, und nun von Lübeck aus als förderndes Mitglied die
Vereinsaktivitäten noch immer mit verfolgt.
Bevor
wir das Glas heben um auf den Verein anzustoßen, möchte ich gerne das
Wort an folgende Personen geben:
-
Bürgervorsteher
Exler
-
Herrn
Dose
-
Herrn
Sies
-
und
Herrn Schmelow
Ich
wünsche nun allen Anwesenden noch einen schönen Abend, viel Spaß, einen
guten Appetit und möchte an dieser Stelle das Glas heben um auf die
vergangenen, erfolgreichen 20 Jahre anzustoßen und auf die nächsten
Jahre, die noch folgen.
Maike Westphal
Rede
zum 20-jährigen Bestehen des SMC Albatros Ellerau e.V. von Harald Sies
Sehr
geehrte Damen und Herren, liebe
Vereinsmitglieder,
als
unser Verein im Jahre 1984 gegründet wurde, hat er sich die Jugendarbeit
auf seine Fahne geschrieben.
In
all den Jahren haben sich immer wieder Erwachsene gefunden, die sich
ehrenamtlich und selbstlos den Kindern und Jugendlichen gewidmet haben.
Was
anfangs ein bis zweimal die Woche, abgeschieden von den Augen der
Öffentlichkeit durchgeführt wurde, findet heute in einem modernen
Bastelraum, für jeden sichtbar, an 4 Tagen in der Woche statt. Von Montag
bis Donnerstag wird den Kindern und Jugendlichen täglich ein
mehrstündiges, betreutes Basteln, ermöglicht.
Welcher
Verein kann das bieten?
An
diesen Tagen sind natürlich besonders die Fachgruppenleiter gefordert.
Die Betreuung von Kindern und Jugendlichen bedeutet aber nicht nur
Anwesenheit oder am eigenen Modell basteln
sondern
vielmehr
-
jederzeit
für sie da sein
-
auf
die Wünsche der jungen Mitglieder eingehen
-
sich
in deren Denkweise hineinversetzen können
-
sie
auch mal träumen lassen (geht uns das nicht genau so?)
-
sie
in Werkzeugkunde zu unterrichten
-
sie
nicht gleich vor den Kopf stoßen, wenn ihnen ein Fehler unterläuft
-
ihnen
nicht nur sagen: das musst du anders machen, sondern auch warum es so
nicht geht, das heißt: Überzeugungsarbeit leisten
-
ihnen
die Geschichte der Seefahrt näher bringen
-
wenn
ihr euch mit ihnen unterhaltet, geht ruhig mal in die Hocke, und
sprecht mit ihnen auf gleicher Augenhöhe
-
das
wer bastelt auch aufräumen muss
-
sie
vor allen loben, wenn etwas gut gelungen ist
-
sie
unter 4 Augen kritisieren, wenn es wirklich notwendig ist
-
und
vor allem, sie als gleichberechtigte Partner akzeptieren
Wenn
man diese Punkte beachtet, baut sich sehr schnell ein
Vertrauensverhältnis zwischen den Jugendlichen und den Erwachsenen auf
und sie freuen sich schon auf den nächsten Basteltag.
Erwartet
man allerdings, das der Jugendliche nur nach der Pfeife des
Fachgruppenleiters zu tanzen hat, erleidet man schnell Schiffbruch und der
noch eben begeisterte jugendliche Modellbauer kehrt dem Verein deprimiert
den Rücken zu.
Der
Verein hat in den vergangenen Jahren viele Kinder und Jugendliche in
seinen Bastelräumen gesehen
Ich
erinnere mich gerne an einem VHS-Kursus, wo die Kinder ein Floß bauen
sollten. Ein einfaches Modell aus der Sicht des Erwachsenen, eine schier
unlösbare Aufgabe für die 8 12-jährigen.
Das
Floß aus den Rundhölzern war relativ schnell fertig. Nun sollte aber auf
dem Floß auch noch eine Hütte stehen und da gingen die Vorstellungen der
Kinder doch schon sehr weit auseinander. Es wurden große und kleine
Hütten gefertigt, welche mit Flach- und manche mit Satteldach. Diese
Hütte sollte natürlich auch Fenster haben und da hat mich doch die
Vorstellungskraft einiger Kinder verblüfft.
Einige
trafen z.B. die Höhe der Fenster in der Hauswand ganz gut. Ein anderer
sägte seine Fenster dort aus, wo das Dach begann. Ich nahm ihn beiseite
und fragte: Hast du dir schon mal ein Haus so richtig angesehen? Wo sind
denn in einem Haus die Fenster?
Der
Junge sah mich an und sagte: ich weiß schon, wo sich so ungefähr die
Fenster in einem Haus befinden, aber wenn ich sie so tief mache, wie sie
eigentlich gehören, dann kann doch meine Giraffe nicht raus sehen.
Wie
recht er hatte, das hatte ich natürlich nicht bedacht und für die
Zukunft war für mir klar, das man sich viel mehr in ein Kind hineindenken
muss.
Das
war nur ein Beispiel von vielen, die man immer wieder an den Basteltagen
erlebt. 18 Jahre Jugendarbeit, eine Zeit, die ich nicht missen möchte und
ich kann nur jedem empfehlen, sich einmal intensiv mit den Kindern und
Jugendlichen auseinander zusetzen.
Seit
einem Jahr haben wir nun eine junge Frau (Maike Westphal), die diesen
Verein leitet. Spontan hatte sie sich im letzten Jahr bereit erklärt, den
Vorsitz im Albatros zu übernehmen.
Ihre
erste Frage war seinerzeit: Was muss ich alles machen?
Meine Antwort war: Alles Maike!
Und wenn man das letzte Jahr zurückblickend betrachtet, dann kann man nur
sagen: Klasse Maike, mach weiter so, du bist auf dem richtigen Weg! Wie
schwer und mit welchem zeitlichen Aufwand ein solches Amt verbunden ist,
kann nur derjenige nachvollziehen, der es schon einmal inne hatte. Jeder,
der ein solches Amt anstrebt, sollte sich darüber im Klaren sein, das
dieser Job nicht nur aus repräsentieren besteht.
Für
jeden braucht man ein offenes Ohr, für den Jugendlichen genauso wie für
den Erwachsenen. Manchmal sind auch Gespräche mit den Eltern der Kinder
und Jugendlichen notwenig, was eine Menge Fingerspitzengefühl erfordert. Mit
der Anwesenheit im Verein ist es nicht getan, es müssen auch die vielen
Arbeiten, die keiner sieht, erledigt werden.
Und
als Dank bekommt man dann zu hören:
Du könntest eigentlich auch mal wieder ein Schiff bauen!
Was machst du eigentlich die ganze Zeit?
Nun
hat ja zum Glück unsere Maike einen versierten 2. Vorsitzenden, der ihr
mit Rat und Tat zur Seite steht und sie in vielen Belangen kräftig
unterstützt.
An
dieser Stelle Euch Beiden den herzlichsten Dank für Eure
aufopferungsvolle Vereinsarbeit.
Gleiches
gilt natürlich auch für alle andern Mitglieder, die als Kassenwart,
Schriftführer oder Fachgruppenleiter tätig sind.
Ein
herzliches Dankeschön auch an die Gemeinde Ellerau, die immer ein offenes
Ohr für unsere Sorgen und Nöte gehabt hat und uns, wo es nur ging,
hervorragend unterstützt hat.
Lasst
uns den guten Ruf, den unser Verein heute hat, festigen und noch ausbauen.
Ich
wünsche dem SMC Albatros für die Zukunft alles Gute und stets die
erforderliche Handbreit Wasser unter dem Kiel.
Herzlichen
Dank
Harald
Sies
Ellerau:
Auf der Schiffswerft herrscht Hochbetrieb
Modellbau: Beim Verein "Albatros" wird im Winter fleißig
gebastelt. Im Frühjahr werden die Boote auf dem Dorfteich zu Wasser
gelassen.
Von Gabriele David
Ellerau - Modellbauer sind eine Klasse für sich - wer einmal mit diesem
Hobby angefangen hat, kommt nicht mehr davon los. Genau so geht es auch
den 70 Mitgliedern des Schiffsmodellbau-Clubs Albatros Ellerau, die jetzt
das 20-jährige Bestehen ihres Vereins feierten.
"Das Bauen von Schiffen gehört für uns zu einer der schönsten
Freizeitbeschäftigungen", schwärmt Maike Westpahl (36), Vorsitzende
des Vereins. Die medizinisch-technische Laborassistentin (MTA) hat sich
irgendwann von ihrem Mann anstecken lassen und bereits ihr erstes
Schiffsmodell, einen "Optimisten", gebaut. "Das ist das
einfache Einsteiger-Modell für Anfänger", sagt sie bescheiden.
Damit fangen auch die Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren an, die
dem Verein sehr am Herzen liegen. Bisher haben 250 Kinder dieses Hobby schätzen
gelernt und sind dem Club zum Teil auch als Erwachsene treu geblieben. Ein
besonderer Anreiz ist daher das "Schnupperbasteln" - ein
Gutschein, der drei Monate lang kostenloses Basteln garantiert. Danach
wird entschieden, ob man dabei bleibt oder nicht.
Beliebtestes "Ausflugsziel" ist der Ellerauer Teich. Hier können
die Hobby-Schiffsbauer ihre neuesten Kreationen schwimmen lassen. Manchmal
gehts auch im Hamburger Stadtpark aufs Wasser. "Beim Ellerauer
Familienfrühschoppen, der einmal im Jahr stattfindet, schwimmen locker 15
Schiffe auf unserem Teich, während alle drei Wochen ,gemütliches Fahren'
angesagt ist", sagt Maike Westphal. Natürlich gibt es auch deutsche,
Europa- und Weltmeisterschaften für Schiffsmodelle. "Aber daran
nehmen wir nicht teil."
Um den Spaßfaktor "draußen" noch weiter zu erhöhen, wird
jetzt an den neuen Sumpfbooten gearbeitet. Im Gegensatz zum
"Optimisten", der ferngesteuert segelt, flitzt das Sumpfboot mit
Motor und Luftschraube ferngesteuert übers Wasser. "Und da ist es
schon so manches Mal zu einem gehörigen Crash gekommen", sagt Maike
Westphal.
Ist es das maritime Feeling, das die Modellbauer immer wieder neu
inspiriert? "Eigentlich nicht", sagt Ehrenmitglied Harald Sies
(57), der 14 Jahre lang Vorsitzender war. "Bei uns steht das Basteln
im Vordergrund", sagt Sies. In der Ellerauer Modellbau-Werft herrscht
jetzt Hochbetrieb. Die Schiffe müssen bis zum Beginn der Freiluftsaison
am 3. April fertig sein. Die Schiffe sind im Durchschnitt 150 Zentimeter
lang, einige bis zu drei Meter.
Die Bastler treffen sich montags von 16.30 bis 19 Uhr im Bürgerhaus
Ellerau, dienstags von 17 bis 19 Uhr, mittwochs von 16.30 bis 18.30 Uhr,
donnerstags von 17 bis 19 Uhr. Interessenten sind willkommen. Auskünfte:
Tel. 04106/74 602. erschienen
am 23. Jan 2004 in der Norderstedter Zeitung
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