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Historie et cetera

"Wenn der Kindergarten fünfundzwanzigjähriges Jubiläum feiert, dann lasst uns doch was mit allen zusammen singen!"

Diese Idee - ausgesprochen auf einer Kindergartenbeiratsitzung im Jahre 1997 - war der Beginn unserer Chor-Existenz.

Um es "gleich richtig" zu machen, trafen wir uns ab Februar wöchentlich zu fünfzehnt bei mir im Wohnzimmer. Nach drei Monaten mit der "Biene Maja", "Geh aus, mein Herz" und dem "Kindergartenlied" fühlten wir uns gerüstet für das Jubiläum Ende Mai.
Die Resonanz war sehr freundlich und es meldeten viele ihr Interesse an, weiter zu singen. Das brachte so viel Schwung in die Geschichte, dass wir auf Namensuche gingen und uns "Musenkuss" nannten - der Name ein Programm.

Auf der Suche nach einer Möglichkeit, uns zu konstituieren, fanden wir bei der Volkshochschule Ellerau offene Ohren und mit dem Bürgerhaus Ellerau einen Probenraum, wie er idealer kaum sein kann: Wir haben viel Platz und ein ganz brauchbares E-Klavier.
Aus fünfzehn wurden fünfunddreißig Chorsängerinnen und -sänger, wobei die Männerstimmen durch nun bereits einige eiserne Bässe und Tenöre respektive Tenoretten vertreten sind. Mit der Zeit findet jede Stimme ihren Platz im harmonischen Gefüge des Chores.

Um dieses etwas anschaulicher zu machen, nachfolgend die...


Chorpraktische Lebenskunde

Wer bin ich?
Theoretisch ist alles möglich. Im Normalfall verteilen sich die Frauenstimmen auf Sopran (hoch) und Alt (tief), die Männer auf Tenor (hoch) und Bass (tief). So lautet eine korrekte Antwort auf Frage 1. so: "Ich bin Tenor!" Nach Verwerfung der Begriffe Tenordame und Tenöse nennen sich weibliche Tenöre Tenoretten. Eine "Bassette" haben wir nicht zu bieten, ebenso fehlt es an "Altus", aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ob sich ein Sopran eher als Koloratursopran oder dem lyrischen Fach zugehörig fühlt, möge hier unberücksichtigt bleiben. Zur Identitätsfindung in unserem Fall dürfte das oben genannte ausreichen.

Was tun wir hier?
Wir singen hauptsächlich zu unserer Freude, hauptsächlich die Stücke, die uns gefallen, wobei wir es nicht verachten, uns etwas zu erarbeiten, um dann noch mehr Spaß daran zu haben. Wir gehen davon aus, nie auszulernen, scheuen uns aber nicht, unsere Musik öffentlich kundzutun und glücklich und stolz zu sein, wenn sie auch anderen gefällt.

Was unternehmen wir?
Mit Noten, dicken Socken, Laufschuhen, allerlei Leckerem und Vorfreude im Gepäck begeben wir uns im Frühjahr für ein Wochenende ins Domkloster nach RATZEBURG , welches als Tagungsort mit Gästehaus eingerichtet ist.
Bei intensiver Probenarbeit und nächtlichem Singen im Dom erholen wir uns vom Alltag und bereiten uns auf Auftritte vor. Wer mag, radelt von Quickborn nach Ratzeburg. Wer dann noch mag, läuft am Samstagnachmittag um den See. Wer das nicht mag, kann ohne schlechtes Gewissen trotzdem mitkommen! Abends wird gefeiert bei Kerzenschein und (zum Teil selbst gemachter) Musik (manche können nicht genug kriegen!).

Vor den Sommerferien feiern wir ein Sommerfest bei dieser oder jenem zu Hause und im Herbst veranstalten wir einen Probensamstag. Kurz vor Weihnachten feiern wir regelmäßig das erfolgreiche Jahr.

Zwischendurch singen wir in Konzerten, veranstalten eigene, gestalten Feiern und Gottesdienste mit und sind für alles offen, was sich einem Chor bietet und was ein Chor bieten kann.

 

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